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13.11.2015

Rezension: "Hamburg Rain 2084 - V2" von Claudia Pietschmann

Klappentext:

Eine Stadt im ewigen Regen. Eine Stadt mit hierarchisch gegliederten Ebenen. Eine Welt voller Geheimnisse, Träume und Verbrechen: Hamburg Rain 2084 - Das große Future Fiction eSerial von Herausgeber Rainer Wekwerth! Der Juggernaut Ruiz ist eine menschliche Spielfigur, die durch einen Chip im Kopf unter Kontrolle gehalten wird. Er muss fliehen, als er in der Arena einen Mord begeht. Helena ist fest entschlossen, ihn zu retten. Sie lässt sich auf einen Handel mit dem Schönheitschirurgen Dr. Golding ein, verkauft ihm ihre Telomere und damit zehn Jahre ihres Lebens. Ruiz und Helena genießen ihre Freiheit und die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Doch dann gerät die Sache aus dem Ruder und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. »V2« ist der erste Teil der ersten sechsteiligen Staffel von »Hamburg Rain 2084«.


Rezension:
 
Ein Sci-Fi: Düster und brutal...

 
... so eröffnet sich mit V2 dem Leser Hamburgs Zukunftsversion.
In einer riesigen, aus unzähligen Ebenen bestehenden Stadt lernen wir verschiedene Protagonisten kennen. Auf der einen Seite den Juggernauten Ruiz und seine Freundin Helena. Seine Flucht vor der Polizei und ihre aufopfernde Tat, mit dem Verkaufen ihrer Lebenszeit, sein Leben zu retten. Auf der anderen Seite Ruiz Herrin, eine reiche Frau aus den oberen Ebenen und deren Mann Dr. Golding, der anhand Telomerverpflanzungen den Damen der oberen Ebenen ein langes Leben ermöglicht.
Dieses zukünftige Hamburg besteht aus hunderten dieser Ebenen. Architektonisch sowie gesellschaftlich. Vom tiefsten Moloch der Minusebenen bis zu den Plusebenen, in denen die Oberschicht lebt.
 
Das Science Fiction Szenario ist äußerst reizvoll, da wunderbar mit verschiedenen Gesellschaftsphänomenen und Verhaltensweisen gespielt wird. Auf einen Ort begrenzt birgt das ein großes Konfliktpotential, welches im Buch gut vermittelt wird. Im Grunde verhalten sich die Menschen auf allen Ebenen gleich. Sie Lieben, sie Hassen, nur in anderen Gewändern und unter anderen Voraussetzungen.
 
Die Geschichte ist atmosphärisch geschrieben und lässt einen gut in die Erzählung eintauchen. Hierbei sollte man jedoch nicht zart besaitet sein. Es herrscht eine teilweise recht derbe Sprache vor und bei der ein oder anderen Szene musste ich schon schlucken. Man bekommt die nackte und teilweise hässliche Wahrheit präsentiert. Die bildhafte Schreibweise lässt einen mitfiebern und mit den Protagonisten leiden. Aber gerade das macht den Text so authentisch, was die aufgezeigte Fiktion angeht und transportiert die erwähnte Atmosphäre. Man fühlt die beschriebene Zukunft, die Stadt, den Dreck und die Luftfeuchtigkeit.
 
Bei der Charakterbeschreibung hakt es in dem Buch leider. Ich weiß nicht, ob es Absicht ist die Protagonisten so derart ambivalent zu kreieren. Die Wesenszüge änderten sich derart oft und schnell, das bereitete mir Probleme Sympathien zu entwickeln.
So etwas ist teilweise schon reizvoll. Die Autorin spielt quasi hemmungslos mit ihren Figuren. Von lieb zu böse, sympathisch zu unsympathisch und wieder zurück. Gerne auch mal nur in Abstufungen. Im Nachhinein muss ich sagen, es hat zum Setting gepasst, während des Lesens war es mir oftmals zuwider. Das muss man mögen, bzw. darauf eingestellt sein.
 
Leider werden viele Nebencharaktere interessant eingeführt, dann aber nicht weiter ausgeführt. Das hinterlässt so einen halb garen Beigeschmack. Am Ende türmt sich ein Haufen loser Fäden und Vorgänge die nicht erklärt werden. Sowas mag ich überhaupt nicht. Zumal man ja nicht mal in den Fortsetzungen darüber weiter lesen wird, da die ja unabhängig voneinander, in variabler Reihenfolge lesbar sind.
 
Das Ende erfolgt recht abrupt, mit einer mir unverständlichen Logik und natürlich wieder mehreren offenen Enden, wenn auch zumindest nicht bei der Hauptgeschichte.
Ich sag es mal so, ohne zu spoilern: bei dem Setting hätte ich mit diesem Ende nicht gerechnet. Da war ich dann doch überrascht.
 
Der rote Faden der Reihe scheint mir tatsächlich nur der Ort zu sein, soweit ich das nach dem Lesen des Prequels "Der schwarze Regen" und V2 beurteilen kann. Das finde ich schade. Eine Verbindung über die Geschichte hätte mir gut gefallen. Aber da hätten sich die verschiedenen Autoren wahrscheinlich noch mehr untereinander austauschen müssen.
 
Was der Titel V2 mit der Geschichte zu tun hat, erschließt sich mir auch nach der Lektüre nicht. Ich kann nur spekulieren: Volume 2?
Es gab meines Wissens keine Hinweise auf eine Erklärung, oder ich habe es nicht mitbekommen.
 
Fazit:
Eine Geschichte um Liebe, Aufopferung, Hass und Rache, eingebettet in ein düsteres dystopisches Science Fiction Setting. Meine Empfehlung richtet sich vornehmlich an erwachsene Sci-Fi-Fans.
Dieser erste Teil der Hamburg Rain 2084 Reihe bekommt von mir 4 von 5 Sterne.
 

26.02.2013

Hörbuch- Rezension zu "Gebannt - unter fremden Himmel" von Veronica Rossi


Sprecher: Laura Maire
Spieldauer: 10 Std. 23 Min. (ungekürzt)
Oetinger Media 2012
Die siebzehnjährige Aria kommt aus einer Welt ohne Schmerz, Hunger und Leid. Perry hingegen kommt aus der Wildnis, in der nur der Stärkere überlebt. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr Leben und zwischen beiden entwickelt sich eine Liebe, die sich über alle Unterschiede hinweg setzen muss.






Sie vermeintlich sicher und keimfrei unter Kuppeln und er in der freien Natur unter einem Himmel voller Äther - so leben Aria und Perry. Zwei völlig kontrere Welten, die eigentlich kein Kontakt miteinander haben. Und doch treffen beide irgendwann aufeinander...

Wir haben es hier mit einem dystopischen Jugendbuch-Science Fiction zu tun. Die Idee mit den Kuppeln ist zwar nicht komplett neu, jedoch gut umgesetzt.

Die Protagonisten wirken sehr authentisch. Besonders gelungen finde ich deren Entwicklung im Laufe der Geschichte. Man liest nicht sofort vermeintliche Liebe und Zuneigung, sondern eher das Gegenteil ist der Fall.

Spannend, emotional und sogar überraschend kommt die Geschichte daher. Außerdem gut verständlich und trotz einiger Gewaltszenen für Teenager sowie Erwachsene geeignet.

Wie die meisten Jugenduchdystopien ist auch diese nicht abgeschlossen, sondern der Auftakt einer Trilogie.

Gesprochen wird das ungekürzte Hörbuch von Laura Maire. Ich kannte sie bis dahin noch nicht, aber sie hat die perfekte Stimme dafür! Passt perfekt zu einem Jugendbuch, da sie etwas "jünger" klingt und die Qualität ihrer Sprecherleistung ist erstklassig. Ich habe es sehr genossen zu hören und hoffe, sie spricht auch wieder Band 2.

Dieser erscheint als Buch am 01.03.2013 und heißt "Getrieben - Durch ewige Nacht".

12.10.2012

Rezension zu "Starters" von Lissa Price

Lissa Price - Starters 



Sprecher: Annina Braunmiller
Spieldauer: 19 Std. 16 Min. (ungekürzt)
HörbucHHamburg HHV GmbH 2012
Nach dem Ausbruch eines tödlichen Virus gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant...
HÖRPROBE LISSA PRICE - STARTERS VON AUDIBLE

Jugendliche unter der Fuchtel machthungriger Senioren

Nach einem Sporenkrieg gibt es nur noch Jugendliche und Senioren. Starter und Ender. Die Letzteren missbrauchen ihre Macht über die Kinder um sie als Arbeitssklaven zu nutzen, oder sich mit ihren unverbrauchten Körpern zu amüsieren, in dem sie sie übernehmen.
Um ihren Bruder Medizin kaufen zu können, gibt sich die 16 jährige Callie diesem Endersport freiwillig hin. Es läuft jedoch nicht so, wie es laufen soll und sie kommt einem tödlichen Skandal auf die Spur.

Die Idee des Buchs ist erfrischend neu und birgt interessantes Erzählpotential. Leider wird es teilweise etwas unrealistisch rübergebracht. Sicherlich es ist ein dystopischer Science Fiction, da hat die Autorin einen gewissen Spielraum, aber ein Jahr nach dem Wegfall von Eltern schon so ein jugendverachtendes Szenario zu erstellen, ist einfach unlogisch. Auch der Hass auf Enders. Die werden ja von Callie so gut wie alle in sehr respektloser Weise beschrieben, als nach Alter stinkende, mottenzerfressene Menschen.
Aber dies war auch schon mein Kritikpunkt an dem Buch. Davon mal abgesehen war es sehr gut. Fesselnd und spannend. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, sogar der Bösewicht ist lockend mysteriös beschrieben.

Eine Liebesgeschichte kommt selbstverständlich auch vor, aber diese bettet sich ganz natürlich in den Handlungsverlauf. Hier wurde die richtige Mischung gefunden, so dass die eigentliche Mission nicht untergeht.

Das Ende macht große Lust auf den Folgeband und lässt einen grübelnd und an der Absicht einiger Charaktere zweifelnd zurück.

Die ungekürzte Hörbuchumsetzung durch Annina Braunmiller ist sehr gelungen. Sie liest so gut, dass es eben nicht vorgelesen klingt. Man kann ohne Probleme in die Geschichte abtauchen und die 9 Std. 16 Min. genießen.

Meine Empfehlung:
Es ist zwar ein Jugendbuch, aber auch für Erwachsene empfehlenswert, die gerne Dystopien lesen. Das ungekürzte Hörbuch kann ich auch Hörbuchunerfahrenen ans Herz legen.

03.10.2012

Gedankensalat: Büchertrends

Ich weiß gar nicht genau, wie ich auf den Gedanken kam, aber plötzlich schlich er sich ein: was mag wohl der neue Trend im Buchbereich werden? Welches Genre wird den Dystopien folgen?
Ich weiß es nicht... Allerdings habe ich so ein Gefühl wir steuern auf Zombies zu. Könnt ihr das bestätigen, oder ist das eher unwahrscheinlich?

Ich finde so was ja recht interessant. Nach dem Vampirboom mit einigen sehr guten und vielen schlechten Mitläufern, flaute er in Büchern mit anderen (ähnlichen) fantastischen Kreaturen ab. So was wie Engel, Gestaltwandler etc.
Und dann kam der Dystopieboom. Ok, zwar mehr Dystopien als reine postapokalyptische Endzeit, aber Zombies wären hier doch zb ein netter "Abflautrend". Obwohl sie eigentlich mehr verdient hätten.

Überschattet wird das alles von dem Jugendbuchtrend, der seit Harry Potter ungebrochen ist. Na gut, überschattet klingt jetzt etwas negativ. Ich lese sie ja auch und teilweise recht gerne, obwohl es mich manchmal schon ein wenig nervt, dass so viele wundervolle Ideen für Bücher nicht mal ohne Jugendliche umgesetzt werden. Naja, anderes Thema...

Zurück zum Topic: was wird wohl der ganz neue Trend? Kann man am Horizont schon was erahnen?
Wer sieht mehr als ich? ;) Was meint ihr könnte es werden? Manchmal bin ich so neugierig, da würde ich am liebsten in die Zukunft reisen und schauen was da hoffentlich schönes auf uns lauert. :) Da fällt mir ein: Zeitreiseromane vielleicht? *grübel*

19.05.2012

Rezension zu "Das Land der verlorenen Träume" von Caragh O'Brien

Caragh O'Brien - Das Land der verlorenen Träume (Bd 2) 

ISBN: 978-3-453-26728-2
eBook
€ 13,99 [D]
| CHF 18,00
Erscheinungstermin:
20. Februar 2012
Sei stark und mutig, Gaia!

Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe …

Ich hatte bei dem Buch das Gefühl, dass die Autorin gewissermaßen in der Klemme sitzt. Ließ sie doch ihre Protagonistin in Band 1 erfolgreich aus der Enklave fliehen, doch was nun? Die Leser wollen mutmaßlich mehr dystopische Gesellschaftsformen, also bekommen sie hier gleich die nächste aufgetischt. Und Gaia stolpert demnach von einem Unglück in das Nächste.

Es war schon interessant mal eine von Frauen dominierte Gesellschaft aufgezeigt zu bekommen, aber wirklich authentisch kam es für mich nicht rüber. Es wirkte alles zu unglaubwürdig. Tausende Männer lassen sich unterdrücken, einfach so?
Aber na gut, nehmen wir es einfach als gegeben. Trotzdem hat mich die Story nicht überzeugt.

Allem voran lag es an dem Verhalten beider Protagonisten.
Gaia hat mich regelrecht genervt. Heute hü, morgen hott und alles unter dem Deckmäntelchen der Aufrichtigkeit. *gähn*. Ich hatte den Drang sie zu schütteln.
Ja ich weiß, sie ist noch ein Kind. So gesehen kann ich ihr auch sicher die ein oder andere Verhaltensweise nicht übel nehmen. Aber andererseits ist sie so erhaben über vielen Dingen und mischt in der Welt der Erwachsenen mit, dass ich wiederum nicht darüber hinwegsehen kann.
Und Leon... sein Verhalten drehte sich wie das Fähnlein im Wind. Mal hasserfüllt, dann plötzlich wieder unsterblich verliebt. Och nöö!
Und erst die beiden miteinander. Also mir kam es so vor, als müsse die Autorin die Beziehung unbedingt über das Buch strecken, schließlich soll es ja eine Trilogie werden.
Warum nur? Meiner Meinung wäre hier 'weniger ist mehr' deutlich angebrachter.
Mir fehlte sehr die Verbundenheit, ja man kann sagen, in diesem Buch stimmt die Chemie zwischen den beiden einfach nicht. Empfand ich als traurig und störend. Das hat die Autorin für meine Begriffe auch bis zum Ende nicht hinbekommen, so dass ich für ihre Beziehung nichts empfinde, was diese in meinen Augen nichtig macht.

Das Ende des war genauso vorhersehbar wie der Rest. Spannung kam während des ganzen Buchs keine auf. Es war durchaus sehr gut lesbar, trotzdem hatte ich zwischendurch das Verlangen zu pausieren.

Meine Empfehlung:
War das erste Buch für mich noch sehr gut, flacht dieses deutlich ab und ich vergebe dafür nur noch gelangweilte 3 Sterne.
Sicherlich empfehlenswert für die Leser des ersten Bandes, mit der Hoffnung auf einen besseren 3. Teil.


24.04.2012

Rezension zu "The Sign" von Julia Karr

Julia Karr - The Sign - Nur zu deiner Sicherheit 

ISBN: 978-3-570-30772-4
480 Seiten
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 13,50
Erscheinungstermin: 12. Dezember 2011
Eine Zukunft, in der man mit sechzehn seine Unschuld verliert

Nichts fürchtet die in einer nahen Zukunft lebende Nina so sehr wie ihren sechzehnten Geburtstag. Obwohl die meisten Mädchen dieses Datum kaum erwarten können: Sie bekommen ein Tattoo und dürfen nun legal Sex haben. Doch Nina ahnt, dass mehr hinter diesem Tattoo steckt. Als kurz darauf ihre Mutter bei einem brutalen Anschlag ums Leben kommt, erfährt Nina: Ihre Mutter gehörte zum Widerstand – und ihr totgeglaubter Vater ist am Leben, irgendwo im Untergrund. Sie setzt alles daran, ihn zu finden – und gleichzeitig sich und ihre Halbschwester vor dem Zugriff des Regimes zu schützen. Da verliebt sie sich in Sal, einen Widerstandskämpfer. Doch kann sie ihm trauen?

??oO??

Ich muss gestehen, dieses Buch lässt mich mit einem ganz großen Fragezeichen zurück.
Um was geht es? Um ein Familiendrama, um die erste Liebe, eingebettet in einen dystopischen Hintergrund.
Irgendwie war das Buch merkwürdig. Klar hatte es eine Handlung, aber es war gleichzeitig auch nichtssagend. Es plätscherte so vor sich hin, ließ sich gut lesen, aber allzuviel passierte nicht. Und gegen Ende, als die Story versprach ein wenig Fahrt aufzunehmen, schielte ich immer wieder auf die restlichen Seiten und dachte: Das kann doch nicht sein! Während des Großteils des Buches wird praktisch um den heißen Brei geschwafelt und das Ende, ja schon fast lieblos, auf ein paar Seiten gepackt. Inklusive nicht nachvollziehbarem Stimmungsumschwung. Das Buch hatte schlicht keinen Spannungsaufbau und ob es ein wirkliches Konzept hatte, wage ich zu bezweifeln.
Es war durchaus gut zu lesen, machte aber einen sehr unausgereiften Eindruck.
Klar Dystopien, gerade im Jugendbuchsektor, sind gerade up to date, aber dann muss man diese auch besser aufbauen und erklären. Gerade das macht ja den Reiz daran aus.

Und diese ganze Sex-Teen Geschichte... Was will uns die Autorin eigentlich damit sagen? Ein versteckter Aufruf zur Abstinenz? Das war alles dermaßen übertrieben dargestellt, in die eine wie auch andere Richtung und hatte kaum Bezug zu dem dystopischen Hintergrund.
In dem ganzen Buch wird eigentlich die ganze Zeit Sex thematisiert, ohne praktiziert zu werden. Oh du böser Sex! Ach ja und die meisten Männer sind potentielle oder tatsächliche Vergewaltiger. Ich hätte mal das Wort "Sex-Teen" mitzählen sollen. Hätte bestimmt einiges des Gesamttextes ausgemacht.

A Popos Gesamttext: die relative dicke des mir vorliegenden Taschenbuches mit 475 Seiten suggeriert einem einen Fülle von Inhalt. Tja, dem ist nicht so. Denn das Buch wurde mit großer Schrift und nicht gerade kleinem Zeilenabstand ordentlich aufgeplustert.

Die römischen Zahlen als Kapitelüberschriften sind gut gewählt und passen zu dem Buch. Ganz anders das Cover. Ein Mädchenkopf mit Federn. Das übliche heutzutage. Obwohl, es passt doch! Denn es ist genauso nichtssagend wie der Inhalt...

Wirklich schade, denn die Story birgt jede Menge Potential, welches hier gnadenlos verschenkt wurde. Es soll ja angeblich ein Mehrteiler sein. Ob der zweite Band es aufwerten wird, bleibt abzuwarten.

Meine Empfehlung:
Man kann es lesen, aber auch lassen. Vielleicht ist es eher was für Kinder ab 14. Nicht schwer zu lesen und recht seicht, mit einer netten Teenyromanze.
Für Erwachsene meiner Meinung nach dann doch ein wenig zu oberflächlich.




04.03.2012

Kommentar zu "Cassia & Ky - Die Flucht" von Ally Condie

Ally Condie - Cassia & Ky - Die Flucht 


Fischer FJB 464 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2144-9
€ (D) 16,99 | € (A) 17,50 |
SFR 24,50
Nach ›Die Auswahl‹ von Ally Condie jetzt endlich der 2. Band der Bestsellerserie um Cassia & Ky

Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.
Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.
Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg. Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky – sondern auch nach sich selbst.

Ich habe echt Schwierigkeiten hierzu eine Rezension zu schreiben, deshalb gibt es diesmal nur ein Kommentar:

Tja was soll ich sagen, das Buch war "nett". Normalerweise ist nett ja die kleine Schwester von sch***, aber so dramatisch ist es im dem Fall dann doch nicht.
Es war längst nicht so interessant wie Teil 1.
Die ständige Flucht war eher ermüdend und über die dystopische Gesellschaftsform hat man dieses mal leider nur sehr wenig erfahren. Wäre das wenigstens durch mehr Informationen über die Erhebung kompensiert worden, hätte es die Flaute ausgeglichen. Aber das war leider nicht der Fall.

Cassia und Ky haben mich teilweise mit ihrem Verhalten genervt. Es kam mir oft so unrealistisch und naiv vor. Aber gut...sie sind jung und in einer anderen Gesellschaft aufgewachsen. Schwamm drüber ;)

Es war so ein typisches Überbrückungsbuch. Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt notwendig. Ich habe mir ehrlich gesagt mehr erhofft. Mehr Inhalt und mehr Begeisterung meinerseits.

Trotz aller Kritik habe ich es schnell gelesen. Ging fix und flüssig. Ist aber ja auch sehr groß geschrieben...

Da es mich nicht davon abhält den Nachfolger zu lesen, empfehle ich es als einen Teil der Trilogie.
Ich vergebe 3 Sterne mit der Tendenz nach oben und hoffe inständig, dass der nächste Band es wieder rausreißt!


23.11.2011

Rezension zu "Neva" von Sara Grant

Sara Grant - Neva

Da mir von der Verlagsgruppe Droemer Knaur die private Nutzung ihrer Texte und Cover-Abbildungen nicht gestattet hat, gibt es hier demnach weder eine Originalcoverbild, noch ein Vorschautext. Ein Link zur Verlagsseite folglich auch nicht.

Wer gerne mehr über den Inhalt lesen möchte, verweise ich auf die Buchseite bei Lovelybooks.

Dieses Buch musste ich erstmal sacken lassen. Das Ende hat mich emotional aufgewühlt, wie schon lange keins mehr.

Wir haben es hier mit einer klassischen Dystopie zu tun. Vor langer Zeit wurde eine Energiekuppel  errichtet um die Bewohner vor dem außen liegenden Terror zu schützen. Die Regierung agiert totalitär, um die Bewohner innerhalb der Kuppel zu halten.
Neva, mit 16 in Heimatland erwachsen rutscht mehr oder weniger freiwillig in revolutionäre Ströme, die die Kuppel abschaffen wollen.

So ein bisschen hat mich die Thematik an die ehemalige DDR erinnert. Das Kuppelthema wurde auch von anderen Autoren schon des öfteren aufgegriffen. Das letzte mal von Stephen King mit "Die Arena", obwohl die Thematik hier anders war. Nichts desto trotz, ist so etwas natürlich für eine Dystopie sehr reizvoll und es wird hier auch sehr gut umgesetzt.

Das Buch liest sich unheimlich gut, so dass ich sehr schnell damit fertig war. Ok, es ist auch relativ kurz für so ein fulminantes Thema. Davon abgesehen in idealer Jugendbuchmanier, gut verständlich geschrieben.
Oft habe ich mir allerdings die ein oder andere Passage länger erhofft und ich bin mir sicher, da hätte man auch durchaus noch mehr rausholen können. Die Story hätte es auf jeden Fall hergegeben.
Gerade zum Ende hin, wurde man regelrecht überrollt von den Geschehnissen, die noch passierten. Ich habe mir immer die verbleibende Seiten angeschaut und gedacht: Das haut doch nie im Leben hin!
Letztendlich kam das Ende dann auch Knall auf Fall, so als hätte jemand ein Cuttermesser angesetzt.
Aber emotionsgeladen war es wie gesagt trotzdem.

Die Charaktere sind sehr gut getroffen. Allen voran Braydon oder Nevas Vater zu denen ich immer ein zwiegespaltenes Gefühlsverhältnis hatte. Das hat die Autorin ganz hervorragend ausgearbeitet.

Ich muss gestehen, ich weiß es nicht, aber ich hoffe inständig, da kommt noch ein Buch nach! Es blieben mir einfach zu viele Fragen offen. Sicher, auch so etwas hat seinen Reiz, aber das Buch schreit förmlich nach einer Fortsetzung.

Das Cover ist durchaus gelungen und sehr stimmig, vor allen Dingen die Schneeflocke, allerdings hat Neva braune Locken. Aber gut, das wäre meckern auf hohem Niveau.
Selten aber hier der Fall: der englische Originaltitel "Dark Parties" gefällt mir längst nicht so gut wie der Deutsche.

Meine Empfehlung:
Diese Jugendbuch-Dystopie ist auch für erwachsene Liebhaber des Genres bestens geeignet, da die Protagonisten den Umständen entsprechend relativ erwachsen agieren und die Story einen geradezu an das Buch fesselt.
Unbedingt lesen!

12.10.2011

Rezension zu "Die Stadt der verschwundenen Kinder" von Caragh O'Brien

Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder 


ISBN: 978-3-641-06043-5
eBook
€ 13,99 [D]
Erscheinungstermin:

28. Januar 2011
Sag mir, wo die Kinder sind

Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …


Birthmarked


Langsam drehte er sich wieder zu ihr um und sagte mit leerem Blick: "Du hast immer eine Wahl, Gaia. Du kannst immer Nein sagen." Seine Stimme klang seltsam hohl. "Sie können dich dafür töten, aber du kannst Nein sagen."
eBook S.308, Kapitel 10

Wow! Was für ein Buch!
Man blättert es auf und ist hoffnungslos verloren. Im positiven Sinne. Ich bin geradezu in einen Lesesog geraten.
Die Kapitel haben eine angenehme Kürze, so dass sie sich sehr gut lesen lassen. Auch Kapitelüberschriften sind vorhanden, was man ja heutzutage selten erlebt.

18.09.2011

Kommentar zu "Cassia & Ky - Die Auswahl" von Ally Condie

Ally Condie - Cassia & Ky - Die Auswahl

ISBN: 978-3-8414-2119-7
Preis € (D) 16,95
| € (A) 17,50
Das System sagt, wen du lieben sollst – was sagt dein Herz?

»Ich stehe da und starre auf den Bildschirm und während die Sekunden verrinnen, kann ich nichts anderes tun, als stillzuhalten und zu lächeln. Um mich herum begannen die Leute zu tuscheln. Mein Herz klopft stärker denn je. Der Bildschirm ist und bleibt dunkel. Das kann nur Eines bedeuten ...«
Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird. Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden. Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch. Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll?

Diese Trilogie hat, denke ich, großes Potential ein Riesenhit zu werden. Schön leicht und gut verständlich geschrieben, in allerbester Jugendbuchmanier. Spannendes Thema - für mich auf jeden Fall, da ich Dystopien einfach liebe. Von mir aus dürften auch ruhig mehr 'Erwachsenenbücher' zu dem Genre geschrieben werden, aber da muss man leider noch suchen...
Das Buch ist zwar dick, aber groß geschrieben und mit großem Zeilenabstand, so dass ich es sehr schnell durch hatte. Es war mir Handlungstechnisch zwar grob klar, worauf es hinauslaufen wird, aber das machte nichts, denn der Weg dahin liest sich einfach sehr gut. Man fiebert mit Cassia & Ky mit, gruselt sich vor dem System und - ich auf jeden Fall - warte schon sehnsüchtig auf Teil 2.

5/5 Sterne - absolute Leseempfehlung!

   

31.07.2011

Kommentar zu "Ugly - Verlier nicht dein Gesicht" von Scott Westerfeld

Scott Westerfeld - Ugly - Verlier nicht dein Gesicht

ISBN 978-3-551-31006-4
€ (D) 8,95 432 Seiten
Die Welt, wie Sie sie kennen, wird es nicht mehr geben!
Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte – war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.

Wow! Das Buch reißt einen mit! Kann man flüssig und schnell in null Komma nix runterlesen.
Die Story hat mich als Dystopiefan sehr gereizt und ich wurde nicht enttäuscht. Echt klasse, sehr zu empfehlen. So nun brauche ich ganz schnell Teil 2 *Entzug*
Ach mir fällt doch noch was zum meckern ein hehe, aber auf hohem Niveau. Mir sind 2 Ungereimtheiten aufgefallen: Shays Anweisungen (woher soll sie das vorher wissen?) und einmal wurden Viren kurz zu Bakterien, dann wieder zu Viren...naja...;)

   

24.07.2011

Rezension zu "Winterspiele" von Jean-Claude Mourlevat

Jean-Claude Mourlevat - Winterspiele


ISBN: 978-3-570-30455-6
€ 12,99 [D]
| € 13,40 [A]
Erscheinungstermin:
9. November 2010
Ein Buch von orwellscher Kraft

Ein Land in Eisesstarre – alle leiden unter der Herrschaft der gnadenlosen Phalanx, die keinen Widerstand duldet. Doch eines Tages geschieht das Unfassbare: Bartolomeo und Milena brechen aus dem strengen gefängnisartigen Internat aus und treten die Flucht an. Ihre Freunde Milos und Helena folgen ihnen durch eine eisige Winterlandschaft, als die Phalanx bereits ihre Hundemeute auf die jugendlichen Ausreißer jagt. Milos wird von den Häschern gefasst und muss an grausamen Gladiatorenkämpfen teilnehmen. Doch alle vier tragen die Hoffnung in sich, das Regime zu stürzen …

Kaltes Buch welches sich erst zum Schluss erwärmt

"Ein Land in Eisstarre, alle leiden unter der Herrschaft der gnadenlosen Phalanx." So beginnt der Covertext. Erst dachte ich, ich hätte es hier mit einer Dystopie UND einem Endzeitroman zu tun, aber letztlich war es 'nur' eine Dystopie, deren Geschehen zufällig im Winter spielt.
Der Inhalt ist schnell beschrieben: vier 17jährige (jeweils zwei Mädchen und zwei Jungen) brechen gemeinsam aus ihren grausamen Internaten aus und versuchen ihr Glück in Freiheit, obwohl diese durch ein totalitäres Regime erheblich eingeschränkt ist. Die so genannte Phalanx wollen sie stürzen.
 
Ich habe ein wenig den Tiefgang des Buches vermisst. Obwohl, es ist ja ein Jugendbuch. Vielleicht ist das der Grund dafür? Es passiert vieles recht überstürzt und  zum Teil auch nicht immer ganz nachvollziehbar.
Außerdem hatte ich von Anfang an keinen wirklichen Bezug zu Milena und Bart, weil deren Gefühlsleben nur sehr rudimentär abgehandelt wird. Ja, ich kann schon fast sagen, dass ich die beiden eigentlich gar nicht leiden kann.
Andererseits macht auch gerade das den ganz speziellen Charme des Buches aus. Man fühlt sich als würde etwas fehlen und spürt irgendwie die Trostlosigkeit, genau wie die Protagonisten, die unter der Phalanx und dem fast chronischen Informationsmangel leiden.
 
Was einige sicher bemängeln, ich aber erfrischend anders finde: das Buch springt immer mal ein wenig in der Zeit. Und zwar dann, wenn der Autor anfängt von einer anderen Person zu erzählen. So dass sich schon mal Erzählstränge überschneiden, bzw. Teile der zuvor erzählten Geschichte nochmal, aus der Sicht eines anderen Protagonisten, wiedergegeben wird.
Obwohl das Hauptaugenmerk ganz klar bei Helen (und Milos) liegt. Bei den beiden hatte ich auch am ehesten das Gefühl, tiefer als bei den anderen, in deren Welt und Emotionen eintauchen zu können.
 
Die Idee der Story finde ich sehr interessant, um daraus allerdings ein sehr gutes Buch zu machen, bedarf es meiner Meinung nach mehr.
Da es mir trotz aller Kritik gut, bzw. annähernd gut gefallen hat, vergebe ich dafür auch 4 Sterne, allerdings mit einem diffusen Gefühl der Leere, die mich während des Buches, bis kurz vor Schluss begleitet hat. Was mich eigentlich eher zu 3 Sternen tendieren lässt.
Den Schluss wiederum halte ich für sehr gelungen. Alle Emotionen die vorher gefehlt haben, drohen einen auf den letzten Seiten zu überrollen.
 
Das Genre kann ich außer Dystopie & Jugendroman nicht wirklich weiter differenzieren. Denn die im Buch auftretenden Hunde- und Pferdemenschen verhindern ein bisschen das Einordnen. Da man nichts über ihre Herkunft herausbekommt (Gab es sie schon immer: Fantasy; Sind es genetische Experimente: Science Fiction). Das fand ich ein wenig schade, denn das hätte mich interessiert.

Meine Empfehlung:
Als erwachsener Leser sollte man sich bewusst machen, dass man einen Jugendroman vorliegen hat und sich darauf auch einlassen - wenn man das denn möchte.
Des weiteren sollte man, wie bereits erwähnt, einen etwas mangelnden Tiefgang verschmerzen können.
Wen das nicht abschreckt: lesen!


   

21.06.2011

Rezension zu "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley

Aldous Huxley - Schöne neue Welt 

Schöne neue Welt?

Die Sprache des Buches ist, um es mal mit dem passenden Wort auszudrücken - absonderbar, aber es ist nunmal auch schon rund 80 Jahre alt. Dennoch kann ich nur jedem empfehlen es zu lesen oder zu hören.
Huxley hat in seinem Buch eine Utopie geschaffen, die mich das ein oder andere mal schaudern lies und sehr zum Nachdenken anregte.
Der Wilde war mir persönlich zu pathetisch, aber anererseits musste er wohl so dargestellt werden, um als Gegenpart der Gesellschaft zu fungieren.

Die Stimme des Hörbuchsprechers Hans Eckardt wirkt auch ein wenig antiquiert, passt aber gerade deswegen sehr gut.

Wie lange wohl dieses Buch noch ein Science Fiction bleibt?
Wie viel davon hat uns schon eingeholt...?



15.05.2011

Kommentar zu "Die Tribute von Panem - Flammender Zorn" von Suzanne Collins

Suzanne Collins - Die Tribute von Panem - Flammender Zorn 

ISBN-13: 978-3-7891-3220-9
EUR 18,95; 432 Seiten
Erscheint im Januar 2011
Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen!
Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol!


Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt …

Hat mich nicht so mitgerissen wie die ersten beiden und ins besondere das erste, aber war ein gutes Buch und ein akzeptabler Abschluß der Trilogie.
Mir kam es nur ein wenig zu kurz gefasst vor. Hätte ruhig länger sein dürfen, dann wäre es nicht so holprig gewesen. Aber das hat wiederum gut zu Katniss emotionalem inneren Zerwürfnis gepasst.
Kurz gesagt: das Buch hatte auf mich nicht diesen Lesesog wie das erste, aber es war absolut lesenswert.

   

06.09.2010

Kommentar zu "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" von Suzanne Collins

Suzanne Collins - Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele 

ISBN-13: 978-3-7891-3218-6
EUR 17,90; 416 Seiten
Erschienen im August 2009
Überwältigend! Von der Macht der Liebe in grausamer Zeit ...

Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln – was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben?

Ein Buch welches ich nicht mehr hergebe und sich sein Platz in meinem realen Bücherregal absolut verdient hat. Das schaffen bei mir nur die besten. Packende Story, leicht und in einem Flutsch wegzulesen. Noch tiefere Einblicke in die Gesellschaftsform hätte ich noch besser gefunden, aber gut - ist ja ein Jugendbuch.

   

11.11.2009

Kommentar zu "Eine Trillion €uro" von Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Eine Trillion €uro

Sprecher: Sascha Rotermund
Spieldauer: 58 Min. (ungekürzt)
Hörbuch Lübbe Audio 2005
Die Meere frieren zu, Stürme toben immer öfter und zerstören ganze Landstriche. In Europa schneit es nun auch schon im Sommer, so dass sich eine Hungersnot ankündigt. Eines Tages landen Außerirdische in Straßburg und bieten dem Europaparlament den exakten Nachbau Europas auf dem Mond an. Was wird das wohl kosten? Eine Trillion Euro! Können sich die Europäer das leisten?

© 2005 Lübbe Audio

HÖRPROBE HIER

Sehr kurz. Sozusagen ein Zwischenmahlzeit- oder Snack-Hörbuch ;-)
Es hat mich nicht umgehauen. Die ständigen Wiederholungen der wörtlichen Rede nervten  mich ehrlich gesagt. Ich fand, es war alles an den Haaren herbeigezogen und soll wohl Angst machen und menschliches Unvermögen aufzeigen.