09.11.2011

Rezension zu "In Liebe, Brooklyn" von Lisa Schroeder

Lisa Schroeder - In Liebe Brooklyn

Es kam, wie es kommen musste: da mich "Arkadien fällt" im Moment nicht richtig mitreißt, habe ich mir kurzerhand "In Liebe Brooklyn" geschnappt und es geradezu verschlungen. So soll es sein!


© Loewe Verlag
ab 14, 1. Auflage 2011
432 Seiten, 9.5 x 14.8 cm
ISBN 978-3-7855-7057-9
Hardcover 13,95 € (D)
14,40 € (A)
Lieber Lucca,

ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.

In Liebe,
Brooklyn

Eine ergreifende und dramatische Liebesgeschichte mit Sogwirkung, fesselnd und einfühlsam geschrieben. Durch die freie Versform schafft es die Autorin, die Emotionalität der Geschichte noch zu verstärken.

Mi, 9. November - Niniji

Sehr gefühlvoll empfangen einen schon die ersten Seiten des Buches. Die ausgedrückten Emotionen sind enorm und man hat gar keine andere Wahl, als in die Geschichte einzutauchen.

Brooklyn trauert um den Tod ihres Freundes Lucca, Nicos Bruder. Auch Nico trauert. Anders. Beide haben ihre Methoden den Unfall zu verarbeiten. Sie schreibt, er rennt.
Bis Nico eine mystische Botschaft seines Bruders erhält, sich um Brooklyn zu kümmern.

Die freie Versoform ist ungewöhnlich, transportiert aber viel mehr Gefühl als normale Textformen.
Dadurch das man die Gedanken der Protagonisten in Tagebuchmanier erfährt, bekommt man tiefe Einblicke in ihr Seelenleben.
Durch die Abwechslung der erzählenden Protagonisten - einmal Brooklyn, einmal Nico, erfährt man die Story von zwei Seiten, was sehr reizvoll und tiefschichtig ist.

Ich bin vollkommen in die Geschichte eingetaucht und habe die Entwicklung der beiden mitgelebt und den Schmerz mitgefühlt, den sie versuchen zu mindern.
Dadurch dass ich immer wissen wollte, wie die Entwicklung der beiden weiter geht, kam es, dass ich das Buch an einem Abend durchgelesen hatte.

Ich muss gestehen, ich war zu erst sehr skeptisch, was das Buch anbelangt. Eigentlich nur aufgrund der Textform. Letztendlich bin ich mehr als froh, dem Buch eine Chance gegeben und damit meinen Horizont erweitert zu haben.
Was mich so fasziniert hat war die Tatsache, dass man es so gut lesen konnte. Flüssig und ohne Probleme. Damit habe ich, bevor ich die Leseprobe gelesen hatte, ehrlich gesagt nicht gerechnet.
In einer gewissen Art und Weise ist das Buch ein Kunstwerk.

Das Cover ist mir persönlich zu farblich zu grell und zu schillernd, aber es stört mich nicht allzusehr.
Mit knapp unter 15cm Höhe ist es geradezu ein Fips zwischen großen Hardcoverbüchern. Ich finde das Format jedoch sehr passend. Es hat so etwas Notizbuchartiges. Hierzu passt das Lesebändchen auch hervorragend.
Die weichen dünnen elfenbeinfarbenen Seiten laden zum drüberstreichen ein und stehen im Kontrast zu dem rauen Einband.

Meine Empfehlung:
Wer ein künstlerisches, sprachlich wunderschönes Jugendbuch lesen möchte, liegt hier goldrichtig. Auch für erwachsene Leser bestens geeignet, denn die Aussagen des Buches sind zeitlos.


Meinen Dank für das Rezensionsexemplar, welches ich bei Leser-Welt gewonnen habe, geht an den Loewe Verlag.

P.S. Eine Frage an alle die das Buch besitzen: Steht bei euch auf S.371 oben auch "Sa, 11. Januar - Nico"? Müsste da nicht Februar stehen?!

Kommentare:

  1. Hallo! :)
    Wegen den Covern vom Pan Verlag: Ähm.. es hört sich vielleicht blöd an, aber ich selbst habe da noch nie direkt bei einem Verlag nachgefragt. ;)
    Solange ich die Quelle angebe und keinen kommerziellen Nutzen daraus ziehe, ist die Abbildung von Bildern und Texten doch erlaubt, oder? Jedenfalls hat sich bei mir noch nie ein Verlag darüber beschwert.

    LG, Lisa

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  2. @ Lisa: huhu^^ Nein, so einfach ist das leider nicht. Denken nur alle und machen alle so :) Wahrscheinlich wird auch nichts großartig passieren. Aber ich habe alle Verlage, von denen ich Bilder und Texte nehmen wollte, angeschrieben. Es haben mir bisher alle gesagt das wäre ok. Bis auf Droemer Knaur eben. Die haben mir ausdrücklich untersagt die Bilder und Texte für private! Zwecke zu nutzen. Keine Ahnung warum. Man sollte doch meinen, es wäre kostenlose Werbung für sie, aber na gut...

    Und bei einigen muss man auch ganz bestimmte Sachen drunter schreiben. Bei dem einen Copyright + bibliografische Daten, bei den anderen reichen die Daten wie ISBN, Preis, Link und Erscheinungstermin. Einige wollen auch gerne meine Links zu den Rezensionen...
    Puh...ich hab für jeden Verlag was anderes notiert ;)

    Mir war das ehrlich gesagt alles zu heikel. Mit solchen Rechten ist glaube ich nicht zu spaßen. Neustes Beispiel: hatte von einem Buch selbst! Fotos gemacht vom Inneren. Das durfte ich nicht auf den Blog stellen, weil ich nicht die Verwendungsrechte habe. Tja wieder was gelernt ;)

    LG
    Niniji

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  3. Da hast du allerdings recht! - ganz schön kompliziert ;) Wahrscheinlich ist sich das Gros der Blogger darüber nicht bewusst (meine Wenigkeit mit inbegriffen :P ) Vielen Dank für die Infos :)

    LG, Lisa

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  4. Oh, die chice Cover-Diskussion ist hier zu Gange :D Ja, damit hab ich mich auch schon auseinander gesetzt *seufz* Gar nicht so leicht eine Lösung zu finden, wenn man nur das Buchcover abbilden will ... und ohne Bilder geht es im Blog halt nicht!

    Ähm ja, eigentlich wollte ich sagen: "In Liebe Brooklyn" will ich auch noch lesen - hach, und dass Du es geradezu verschlungen hast, ist ja sehr positiv. Das bleibt auf dem Wunschzettel =)

    LG
    Monika

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  5. @ Lisa: gerne :) Ja ist echt kompliziert...*seufz*

    @ Monika: ja hast recht, ohne Bilder ist es fade. Ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen. Wenn mir jemand dumm kommt, habe ich wenigstens die schriftliche Erlaubnis (oder bei manchen eben nicht, aber dann halte ich mich auch daran und verwende deren Bilder nicht).

    Oh ja, ich habe es praktisch inhaliert, so schnell hatte ich es durch hihi :)

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  6. Das Buch macht mich ja schon neugierig! Ich bin aber noch etwas skeptisch, obwohl mir die Leseprobe doch sehr gefallen hat. Deine Rezi klingt toll und wenn es das Buch mal beim Tauschticket gibt, werde ich es sicherlich mal austesten.

    Die kurze Info mit den Buchcovern hatte ich bei Lisa schon gesehen. Wirklich keine unberechtigte Frage! Ich habe mir Anfangs darüber auch viele Gedanken gemacht und bei dem ein oder anderen Verlag mal angefragt ... dazu aber keine Antwort erhalten. Dann habe ich mal eine Bekannte gefragt, die für ein Onlinemagazin mit Bildrechten zu tun hat. Sie meinte dann, dass viele Verlage die Cover auf ihrer Homepage anbieten und es dann ok sein müsste. Ansonsten würden die Verlage einen sicherlich verwahnen. Seit dem nehme ich die Bilder und verweise eben auf die Quelle. Die Bekannte/das Onlinemagazin selbst wartet jedoch stets auf die Covergenehmigung (mit Copyright-Hinweis) vom Verlag. Besonders beim PAN gibt es das dazugehörige entweder sehr spät oder manchmal gar nicht. Als ich mal einen Rezensionslink zu einem Leseexemplar an die schickte (mit dem passenden Bild) hat keiner gemeckert. Von daher gehe ich mal davon aus, dass es ok ist. Wenn sich jemand beschwert, unterlasse ich das natürlich. Aber bei dir klingt das schon echt kompliziert, aber eben auch sehr vorsichtig und sicher.

    LG Reni

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  7. @ Reni: ja war auch erst skeptisch, aber es lies sich wirklich super lesen :)

    Ach naja, so kompliziert kommt mir es gar nicht vor. Habe eben alle angeschrieben. Ein paar wenige auch zweimal hihi und nun habe ich es schriftlich.
    Ein Prof hat uns mal ein elend langen Vortrag über Bildrechte im Internet gehalten, was wir da dürfen und nicht und da ging es nur um eine Präsentation mit öffentlichem Plakataushang. Ich fürchte, das hat mich geprägt *lach*

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  8. Hm, ich verwende übrigens inzwischen die Cover von Goodreads - da gibt es immerhin einen "Share this book at your website"-Button - und ich dachte mir, dann muß es ja i.O. sein. Ich hab einfach nach ner Lösung gesucht, die universell greift...

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  9. Ah ok, Goodreads kenne ich gar nicht. Aber klingt ja so als dürfte man es - perfekt!

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